Paar sein und Tantra

Paar sein und Tantra

Kannst du das was Du bewertest lieben? Kannst DU Liebe von jemanden fordern?

Kann Liebe bedingt werden? Kann man sich die Liebe verdienen? Kann man sie kaufen?

Kann man Liebe durch bestimmte Techniken und Methoden leben?

Liebe ist Freiheit. Liebe ist Bewusstsein. All diese drei Wörter. Liebe, Freiheit und Bewusstsein sind nicht das was sie ausdrücken sollen. Das Wort Liebe ist keine Liebe.

Die Wörter zeigen alle auf etwas anderes als auf sich selbst hin. Nämlich auf das was wir nicht mit anderen Wörter beschreiben können und worüber wir nur sagen können, dass es nichts fordert, nicht verurteilt, keine Bedingungen stellt, nichts sucht, nirgendwo hin soll, nichts erreichen will, nicht kategorisiert, nichts einrahmt.Wir können nicht beschreiben was Liebe tut, sondern nur was sie nicht tut.

Paar sein und Tantra

Wenn wir als Paar mit Tantra arbeiten wollen, müssen wir uns klar machen, dass es ein gefährlicher Weg ist. Wir müssen die Freiheit wollen. Es muss in uns eine Sehnsucht danach sein diese Liebe die nicht aus einem Vertrag bedingt wird zu erforschen.

Tantra ist nicht ein neuer Kick für das Schlafzimmer oder eine schöne neue Art und Weise, wie wir unseren gemeinsamen abgegrenzten Liebesakt ausüben können.

Tantra fordert dich im Bezug auf deine ureigenen Ängste heraus. Nichts was ich kenne nimmt uns unsere Freiheit so weg wie unsere Ängste. Sie können in unserem Leben viele unterschiedliche Formen annehmen.

Wenn es sich für Paare schwierig anfühlt mit Tantra zu arbeiten dann beruht es möglicherweise auf das, dass wir nirgendwo sonst als in der traditionellen Paarbeziehung so stark mit unseren Ängsten konfrontiert werden. Nirgendwo sonst lassen wir uns auf eine Beziehung ein, die in diesem Maße unsere Freiheit wegnimmt.

Es reicht nicht, dass wir unsere eigene Freiheit einschränken, sondern wir sind oft dazu bereit unsere eigene Freiheit wegzuwerfen um zu verhindern, dass der Partner seine Freiheit lebt.

Wir können reden und reden und diese vielen Wörter führen keine Verständigung herbei, im besten Falle nur zur Beschreibung. Die Verständigung fängt da an, wo alle Wörter aufhören. Durch Tantra können wir zu uns selbst finden. Es fordert, dass wir etwas in uns selbst überschreiten. Dass wir einsehen, dass wir in keiner Weise Veränderungen schöpfen können, solange wir sie auf unsere Erfahrungen aufbauen wollen. Sie wären alle Echos aus der Vergangenheit. Wollen wir etwas verändern, müssen wir dem was in uns passiert jenseits von Gedanken begegnen.Sehen, wahrnehmen und beobachten.

Die Herausforderung ist, dass wir uns gegenseitig so sehen wie wir sind und……können oder wollen wir das aushalten?

Wenn wir uns in einer tantrischen Begegnung begegnen, müssen wir loslassen. Wenn wir das tun, erleben wir vielleicht beim ersten Mal uns wirklich zu begegnen?