Tantrasex und Geilheit

Tantrasex und Geilheit

Vor einem Jahr fragte mich Jemand: „Was ist der Unterschied zwischen Tantra und Tantrasex?“

Mein Antwort kam unmittelbar: „Da gib es kein Unterschied!“

„Ja, aber es gibt doch etwas anders im Leben als Sex“? Antwortete der Fragende und genau diese Frage finde ich sehr spannend.

Was meinen wir mit dem Wort Sex?

Es gibt ein Wandel, wie wir das Wort Sex verwenden. Heutzutage kann man die Frage stellen, ob man „genug Sex bekommt?“ „Ist es guter Sex“ oder „schlechter Sex?“, genau so, als wäre es Rotwein oder Schokolade, worüber geredet wird? Wir reden auch darüber „miteinander Sex zu haben?“. Sex wird dann zu einer Aktivität, und es bedeutet nicht notwendigerweise, dass „wir uns lieben“? Ein Zwischenform höre ich im Ausdruck: „Wir machen Liebe miteinander“. Was meinen wir dann mit „Sex“?

Dass, zwei oder mehrere Menschen in einen engen physischen Kontakt gehen sich gegenseitig Ihre Geschlechtsorgane und erogenen Zonen stimulieren und wahrscheinlich auch mit Beischlaf?
Alle Aktivitäten, die von unserem Trieb ausgehen , mit der Absicht uns zu vermehren?

Fruchtbarkeit

Wenn Tantra seine Grundlage in Lust und Sex hat, kommt es aus einer Verehrung der Fruchtbarkeit –die Quelle für alles was am Leben ist. Diese Urkraft liegt in uns allen. Wir sind dadurch entstanden. Jede lebende Zelle lebt in dieser Bewegung, die sich um Vermehren und Leben dreht. Überall, wo du auf das was lebt schaust wirst du einen Zyklus oder Bewegung zwischen paaren, Geburt, Tod und Auferstehung finden. Nichts verschwindet! Das Leben schöpft sich selbst aus sich selbst heraus. Das ist unsere Natur. Die Grundessenz im „zu leben“.

Auch wenn Menschen damit aufgehört haben miteinander Sex zu haben, können sie sich nicht davon befreien, dass sich jede Zelle in ihrem Körper teilt, lebt und stirbt. Unser Körper ist in kontinuierlicher sexueller Aktivität.

Dagegen anzukämpfen funktioniert so, als ob du den Funken des Lebens löschen willst.

Sex ist Spiritualität

Im Tantra wird diese Quelle als die Spiritualität selbst gefeiert. Sex ist nicht „der Weg“ zur Spiritualität, Liebe und Bewusstsein. Sex ist Spiritualität, Liebe und Bewusstsein. Hier rede ich nicht von den unzählige Erzählungen von Sex, mit denen wir uns betäuben können, sondern vom puren Zugang zu unsere Natürlichkeit jenseits jedem Vorurteil, Moral und Norm.

Jedes Mal wenn ein Mensch Macht ausüben will, muss er notwendigerweise genau da ansetzen. Das Leben kann nicht gesteuert werden. Es steuert sich selbst. Das ist es was es „zum leben“ macht.

Für den Machtgierigen gilt es darum diese Freiheit zu zerbrechen. Das Lebendige muss zur Maschine gemacht werden. Das Mittel ist Scham und Schuld in Bezug zu unserem natürlichen Trieb. Durch Tausende von Jahren versuchten die Machthaber auf die Sexualität und Lust zuzugreifen – an die Stelle an der Menschen am besten automatisiert werden können. Wenn es gelingt, dass du dir einbildest, dass „das Leben sich nicht nur um Sex dreht, aber um „Erlösung“ ..oder etwas anderes und dass, dein Trieb dich darin behindert, dass du dieses Glück findest, dann kannst du manipuliert werden. In der Konsequenz wirst du dein Leben lang die natürliche Lebenskraft bekämpfen. Nicht nur deine eigene aber auch die von Anderen. Jeder Mensch der in Kontakt mit Lust leben will, wird ein Dorn im Auge sein. Du hast dich mit deinen Ambition und Zielen identifiziert, und dadurch verlierst du jeden Kontakt zur dir selbst… Zur Lebenskraft an sich.

Nun ist es nicht so leicht diese Kraft zu unterdrücken. Die Geilheit will ab und zu wieder hoch kommen,bis es gelingt sie vollständig durch Gedanken und Geschichten in Schach zu halten.

Wenn wir diese Identifikation loslassen, dann dreht es sich nicht darum sie mit einer anderen Geschichte zu ersetzen. Eine Geschichte darüber, dass ich durch „Tantra“ Glück und Erleuchtung erreichen kann. Das wird dich genauso unbewusst und konditioniert halten wie davor.

Du musst jede Geschichte loslassen. Du tust das, indem du beobachtest, dass das was du wieder und wieder machst, heißt Geschichten zu erzählen und sie mit das was IST zu verwechseln. Dieses Beobachten bezeichne ich mit dem Wort „Meditation“.

Meditation kann keine Richtung oder Absicht haben. Sie würde sich in den Weg stellen zu deinem Kontakt. Statt einfach zu sehen und zu spüren würdest du nach etwas suchen…

Wenn du das tust, wirst du erleben, dass etwas in dir passiert. Das Leben wird einfach. Kompliziert wird alles, was wir zwischen das leben und uns stellen um Kontakt zu uns zu vermeiden. Du kannst deine Lust und Geilheit feiern wenn sie da ist. Sex wird zur Meditation…Spüren das gespürt wird das gespürt wird….

Rituelle Zeremonien oder geile Wilden Orgien?

Verwandelt sich Sex dann zur höheren Zeremonie, in der wir umgeben von Kerzen und Indischen Gewänder und dampfenden Räucherstäbchen sitzen? Was wenn ich es genieße über dem Wohnzimmertisch genommen zu werden ohne zu viel Geschwätz?

Tanta bietet keine „Regel“ an wie du Sex haben kannst/soll.st Deine Vorstellung von „tantrischem Sex“ wirkt genau so „betäubend“ wie alle andere Ideen von „sexy zu sein“ oder was du sonst erfinden könntest.

In Mahamudrainstitut laden wir dich ein diese „Natürlichkeit“ zu erforschen. Das tantrische findest du in der wilden Orgie, sowohl wie in der intimen ruhigen Begegnung der sinnlichen Massage, dem tantrischen Ritual und in dem, dass Ihr nicht warten könnt und euch gegenseitig sofort nehmen müsst in einem tiefen innerlichen Hunger.

Der Unterschied liegt darin, dass alles „beobachtet wird…“. Der Liebesakt findet in Bewusstheit– jenseits Analyse und Urteil – statt. Kontakt ist entstanden…